Moppedfahrn` am Gardasee!
Wir sind ein kleiner überschaubarer Mopped-Stammtisch aus dem Herzen Hessens und haben uns auf die Fahne geschrieben, jedes Jahr eine ca. 1wöchige Tour zu fahren. Wir sind bemüht, jedes Jahr ein neues Ziel zu finden und sind dabei bereits zum fünften Mal am Gardasee gelandet. In unserem Bekanntenkreis wird die Frage gestellt, ob das nicht langweilig und ideenlos sei aber wer die Gegend um den Gardasee kennt, weiß, dass es dort nicht eintönig ist. Routenmöglichkeiten sowie Sehenswürdigkeiten gibt es dort zu Hauf.
In diesem Jahr sollte bei uns der Erholungswert im Vordergrund stehen, so dass wir lediglich drei Touren in dieser einen Woche geplant hatten. Während der Aufenthalte davor waren Tagestouren von bis zu 400km keine Ausnahme.
1. Tour:
Diese Tour sollte von unserem Aufenthaltsort in Torbole zu einem Kriegsdenkmal, „OSSARIO d. PASSUBIO“ genannt, im Bereich Schio/Passo di Fugazze führen. Das Kriegsdenkmal ist sehr beeindruckend - die Strecke dorthin ist wunderschön. Es handelt sich um eine sehr gut ausgebaute und asphaltierte Hauptstraße von Rovereto nach Recoaro, die aber nur sehr wenig Verkehr aufweist. Beim ersten Versuch das Denkmal zu finden sind wir etwas zu weit an der Abfahrt vorbei gefahren. Als wir dann zurückfahren wollten mussten wir feststellen, dass hinter uns ein sehr heftiges Gewitter tobte, so dass wir vor diesem Unwetter in Richtung Vincenca „flohen“. Von hier ging es über Verona zurück zum Gardasee, so dass wir uns von Süden wieder unserer „Heimat“ näherten. Hierbei lohnt sich ein Abstecher in das Örtchen Torri di Benaco, um im sehr idyllischen Hafen einen Imbiss zu nehmen. Die Tour ist insgesamt ca. 200km lang, wobei die Fahrt über Vincenca nach Verona nicht sehr schön ist. Geplant war eigentlich über den Monte Baldo zu fahren, was auf Grund der Wettersituation scheiterte. 2. Tour:Unser Ziel an diesem Tag war unter anderem die sogenannte „Schauderterrasse“. Dieser Aussichtspunkt befindet sich in Tremosine. Der Weg dorthin ist zwar beschildert aber man muss auf den letzten Metern sehr genau aufpassen, um das Café mit dieser Terrasse zu finden. Die Terrasse ist in eine Betonplatte, die über einer ca. 500m hohen, senkrechten Wand direkt am See angelegt ist. Ein komisches Gefühl hier zu stehen. Man fährt von Torbole aus über Riva Richtung Limone, also die Uferstraße auf der Westseite des See`s. Hier geht es nach einem langen Tunnel rechts ab nach Tremosine – aufpassen, um diese Abfahrt nicht zu verpassen! Diese Strecke ist in unseren Augen eine der eindrucksvollsten Straßen am Gardasee. Man sollte sie jedoch an Wochenenden meiden, da sie sehr eng und dann auch rege befahren ist. In dem Bereich Tremosine gibt es einige weitere sehr schöne kurvige Straßen, die zum Cruisen einladen. Die Strecke über den Tremalzo ist für Motorradfahrer gesperrt.
3. Tour:
Da wir das Ziel der ersten Tour, das Denkmal, nicht gefunden hatten, haben wir es erneut versucht und wurden fündig. Es ist ein Besuch wert und man sollte sich Zeit nehmen, da dort kilometerlange unterirdische Gänge besichtigt werden können. Die Rückfahrt fand dann über den Monte Baldo statt. Man sollte sich in jedem Falle eine örtliche Karte kaufen, da es hier eine große Auswahl an schönen kleinen Straßen gibt. Navigationsgeräte sind hier nur dann von Vorteil, wenn man die Route vorher plant und das Navi die Möglichkeit bietet, Routenpunkte einzugeben. Auf Grund der Wetterlage beschränkte sich der restliche Teil des Urlaubs auf Entspannen, Spazierengehen und mit im Hotel ausgeliehenen Fahrrädern nach Riva cruisen. Torbole und Riva bieten viele schöne Kneipen, Cafès und Restaurants, in denen man auch regnerische Tage kurzweilig verbringen kann. Unterbringung – Hotel:Wir waren bereits zu fünften Mal im selben Hotel in Torbole untergebracht. Bei unserer ersten Tour im Jahre 1999 haben wir die Anschrift in einem Hotel-Führer für Motorradfahrer gefunden und sind seitdem immer wieder dorthin gefahren. Das Hotel heißt Villa Stella, ist ein familiär geführtes 3-Sterne-Frühstücks-Hotel und liegt in einer ruhigen Sackgasse, ca. 5 Gehminuten vom Zentrum Torboles entfernt. Die Zimmer sind funktionell eingerichtet und sehr sauber. Jedes Zimmer hat einen kleinen gemütlichen Balkon. Ein großer Pool mit einem kleinen Whirlpool sowie einer gemütlichen Liegewiese und Liegen sind ebenfalls vorhanden. Das reichhaltige Frühstück, in Buffet-Form angeboten, kann auch unter einer schönen Wein-Pergola im Freien genossen werden. An einer kleinen Hotelbar kann man den Tag bei einem kühlen Weizenbier ausklingen lassen. Weinkenner werden hier ebenfalls auf ihre Kosten kommen. Der Verfasser dieses Berichtes fühlt sich in diesem Hotel dermaßen wohl, dass er mit seiner Familie im Herbst wieder ein paar Tage hier verbringt.
Fazit: Der Gardasee ist für Motorradfahrer ein ausgezeichnetes Eldorado. Wir sind der Meinung, dass hier jeder auf seine Kosten kommt, wobei das Cruisen bei uns im Vordergrund steht.
Wir wünschen allen Moppedfahrern, die sich für den Gardasee entscheiden, viel Spass und immer ein Stück Asphlat unter den Rädern ;-)